Termine für Köln

APRIL 2018

Do. 05.04.2018 | 21:00h
JOVANA REISINGER: STILL HALTEN

Ort: King Georg, Sudermanstr. 2, 50670 Köln
Jovana Reisingers Romandebüt »Still halten« ist ein Bildersturm: Die Protagonistin, eine junge Frau, die vom Dorf kommt und nun in der Stadt lebt, zerfällt vor unseren Augen. Bereits leicht entrückt wird sie endgültig aus der Bahn geworfen, als sie erfährt, dass ihre Mutter im Sterben liegt. Nach dem Tod der Mutter erbt sie ein Haus am Waldrand. Sie zieht ein und wartet auf die Ankunft ihres Mannes. Sie wartet, fühlt sich von der Natur bedroht und beginnt mit dieser einen Krieg.
Der Filmemacherin Reisinger ist ein literarisches Debüt gelungen, das in der Intensität der Sprache und der Gnadenlosigkeit des Sujets an die österreichische Avantgarde erinnert.

 

Fr. 06.04.2018 | 19:00h
AKADEMIE X EBERTPLATZ
Ort: Ebertplatzpassage, Köln
Mit MP GOLD, INDER SALIM, MELISSA LOGAN & LATOYA MANLY-SPAIN & LEILA AKINYIDer Kölner Ebertplatz gilt als städtebauliche Problemzone, fungiert aber zugleich als künstlerischer Freiraum, der Ende 2017 handstreichartig zerstört werden sollte. Mal als „krimineller Brennpunkt“, mal als „Angstraum“ bezeichnet, erkannte die Zeit dort ein „zombieapokalyptisches Umfeld“, das sich „Dealer, Drogenabhängige, Obdachlose, Alkoholiker und Krawallmacher“ angeeignet hätten. Um sicherheitspolitisch durchzugreifen, wurde ausgerechnet den vier Off-Galerien, die in der unterirdischen Passage des Platzes angesiedelt sind, gekündigt. Dabei sind sie es, die das aus Beton gegossene Labyrinth am Ebertplatz seit Jahren beleben und die nun viel diskutierte Neugestaltung des Ortes längst praktisch betreiben.

Zum Saisonauftakt zeigt sich die Akademie solidarisch mit den bedrohten Kunsträumen am Ebertplatz und will etwas von der Unterstützung zurückgeben, die sie durch die Freie Szene Kölns nach der massiven Budgetkürzung im vergangenen Jahr erfahren hat. Der Abend ist zugleich Auftakt zur neuen Programmachse Sites at Stake, die sich mit den Eigenheiten konkreter Schauplätze künstlerisch auseinandersetzt. Was zeichnet einen bestimmten Ort aus? Mit welchen Bedeutungen oder Konflikten ist er aufgeladen? Wie überschneiden sich dort lokale und internationale Narrative?

 

Mi. 11.04.2018 | 19:00h
KALK IM FILM
Ort: Lichtspiele Kalk, Kalk-Mülheimer Str. 130-132, 51103 KölnDas Double-Feature-Programm präsentiert Bilder aus 50 Jahren Kalker Geschichte: über die Chemische Fabrik Kalk (CFK) 1973 und die wachsende Aufmerksamkeit für chemische Rückstände auf den Geländen der Batteriefabrik Hagen und CFK, über den Atombunker in der U-Bahn-Haltestelle Kalker Post, das Leben von Jugendlichen im Stadtteil (1980 und 1998) und über die neue Nutzung der Halle Kalk als Theaterspielstätte 1993.Im zweiten Teil zeigen wir „Der große Demokrator” (2014) von Rami Hamze. Der Film dokumentiert die Geschichte eines Projektes zur Bürgerbeteiligung aus dem Jahr 2012: „Kalk für alle”, mit einem durchaus selbstironischen Blick des Filmemachers auf sein Experiment.

 

 

Do. 12.04.2018 | 19:00h
„Berlin brennt, Köln pennt?“ Vom alten SDS zum neuen SDS und der Alternativen Liste

Ort: Raum C / Alte Mensa, Uni Köln.Studierenden Bewegung an der Alma Mater Colonia damals und heute
In Westeuropa und in den USA war die Jugend seit Mitte der 60er in Bewegung gegen „Rassendiskriminierung“, den Vietnamkrieg der USA und gegen die Hofierung diktatorischer Regime im Trikont. In der Bundesrepublik Deutschland, der „BRD“ revoltierte die Jugend gegen die Nazi Geschichte verdrängenden Wirtschaftswunder Spießer Eltern Generation. Und es bildete sich im Kampf gegen die Verabschiedung der „Notstandsgesetze“ durch die Große Koalition in Bonn die Außerparlamentarische Opposition (APO) heraus. Wesentliche Träger*innen der Bewegungen in der BRD waren die Studierenden .

 

Do. 12.04.2018 | 19:00h
Vortrag: Der Fall Katz-Rosenthal ./. Jakob Domgörgen, Robert Ley und Josef Grohé

Ort: EL-DE Haus, NS-Dok, Appellhofplatz 23-25, 50667 KölnVor 90 Jahren und damit fünf Jahre vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten ereignete sich in Köln die sogenannte „Mausaffäre“. Der Boxer Jakob Domgörgen trat mit der erpresserischen Behauptung, im Gulasch der Großmetzgerei Katz-Rosenthal habe sich eine Maus befunden, eine Lawine antisemitischer Veröffentlichungen des „Westdeutschen Beobachters“ los. Für die Agitatoren des Blattes, dem späteren Reichsleiter Robert Ley und Gauleiter Josef Grohé, erwies sich die Angelegenheit als Karrieresprung. Die Auflage des NS-Presseorgans schoss in die Höhe. Katz-Rosenthal wehrte sich mit allen zur Verfügung stehenden gerichtlichen und medialen Mitteln. Den Gerichtsprozess gewann Katz-Rosenthal zwar in zweiter Instanz, doch die öffentliche Wirkung für das Unternehmen war verheerend.Michael Vieten, Jg. 1969, als Sozialpädagoge tätig, lebt in Köln. Buch: „Katz-Rosenthal, Ehrenstraße 86, Köln“ (2017)

 

Do. 12.04.2018 | 19:00h
Aya Cissoko: „Ma“

Ort: Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, 50667 KölnLesungIm Zentrum des Romans Ma steht die Mutter, Massiré Dansira, die im Alter von 15 Jahren aus Mali nach Frankreich eingewandert ist und – nach dem Tod ihres Mannes – als Alleinerziehende mit den Widrigkeiten des Lebens und vor allem mit der von Männern beherrschten Welt ihrer Stammesherkunft zu kämpfen hat. Sie bietet alles auf, was sie einmal in Mali gelernt hat, um aus ihren Kindern anständige und aufrechte Menschen zu machen: auf Bambara danbé: Würde, Charakterstärke, Respekt vor Traditionen, Kampfgeist.

Die Tochter und Ich-Erzählerin lebt ihrerseits im ständigen Kampf mit ihrer Mutter. Sie wächst in Paris als modernes Mädchen auf und muss den Widerspruch zwischen den traditionellen Werten und Anforderungen der familiären Herkunft und denen der französischen Gesellschaft bewältigen. Als Jugendliche hält sie die Maximen aus Afrika für völlig fehl am Platze. Aus ihrem Kampf macht sie eine Profession: sie wird eine erfolgreiche Boxerin.
Ma ist die Geschichte einer mutigen Frau, die Liebeserklärung einer Tochter an ihre Mutter, die sie bei allem pubertären Widerstand für ihre Würde, Aufrichtigkeit und menschliche Stärke bewundert.
Aya Cissoko wurde 1978 in Frankreich geboren. Ihre Eltern kamen Anfang der 1970er Jahre aus Afrika (Mali) nach Frankreich. 1986 kommen ihr Vater und ihre Schwester bei einem Brandanschlag in Paris ums Leben. Sie entdeckt das Boxen für sich als Rückzugsort und wird 2006 Box-Weltmeisterin. Ein Bruch der Wirbelsäule beendet 2010 abrupt ihre Boxkarriere. 2011 veröffentlicht sie (zusammen mit Marie Desplechin) ihr erstes Buch, ihre Autobiografie danbé, die unter dem Titel Wohin ich gehe verfilmt wird. Sie studierte Politikwissenschaften am Institut d’études politiques in Paris. 2016 erschien ihr zweites Buch n’ba (Ma). Cissoko lebt in Paris.

 

Sa. 14.04.2018 | ab 13h
KUNDGEBUNG: KEINE ZWEITE PEGIDA IN KÖLN!
Ort: Alter Markt, 50667 Köln
Kein zweites Pegida in Köln!
Keine Meinungsfreiheit für Hass und Ausgrenzung
Köln gegen Rechts stellt sich gegen erneuten Versuch aus dem PEGIDA Umfeld in Köln aufzulaufen.Für den 14.04.2018 rufen mehrere der AfD und PEGIDA nahe stehende Aktivisten*innen in Köln zu einer „Kundgebung für Meinungsfreiheit gegen das NetzDG auf“.
Vordergründig geben die Organisator*innen vor, sich für Freiheit und gegen das Netzwerkdurchsuchungsgesetz stark zu machen. Tatsächlich geht es ihnen darum ausgrenzende und extrem rechte Positionen gesellschaftsfähig zu machen.

Rechte Veranstalter/innen
Die Veranstalterin Hannelore Thomas aus Köln ist aktiv beim Hayek-Club in Köln, der von Funktionären der AfD und der Jungen Alternative geleitet wird. Ihre Auffassung von Meinungsfreiheit zeigt sich vor allem bei Protesten gegen das AfD Umfeld. Da werden Demonstranten*innen beschimpft und mit Anzeigen bedroht.
Neben Hannelore Thomas gibt es noch weitere Organisatoren*innen der Kundgebung. Darunter AfDler/innen aus Bayern und PEGIDA Anhänger aus Dresden. Überregional rufen sie zu dieser Kundgebung auf. Auf einschlägigen Naziseiten-Seiten wird für die Kundgebung in Köln neben anderen „Merkel muss weg“ und PEGIDA-Demos geworben.

https://www.facebook.com/events/155940548389553/

Sa. 14.04.2018 | ab 10:30h + So. 15.04.2018, 12h
Tagung: Karl Marx in Köln – Demokratie und Sozialismus
Ort: FORUM Volkshochschule am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln 

Vor 200 Jahren wurde Karl Marx in Trier geboren. Er hat die Welt nicht nur neu interpretiert, sondern mit seinem Werk auch verändert. Welche Rolle spielte Karl Marx in den Kämpfen seiner Zeit um Demokratie und Sozialismus, an denen er ja auch in Köln beteiligt war, als Redakteur der Neuen Rheinischen Zeitung und Mitglied im Kölner Arbeiterverein? Was kann das Marxsche Werk heute noch beitragen zur Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse und zur Entwicklung eines Zukunftsentwurfs?Programm (Samstag):
10:30h -12:30h Auf den Spuren von Karl Marx durch Köln – politisch-historische Stadtführung
mit Fritz Bilz. Treffpunkt: 10:30 h vor dem Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33
13:30h Eröffnung im FORUM Volkshochschule am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln14:00h Workshops / Lesekreise
• „Ein Gespenst geht um…“ Vom Kommunistischen Manifest zur Kritik der Politischen Ökonomie (Eva Bockenheimer, Club Dialektik e.V., Köln)
• Entfremdung – ein Phänomen des Kapitalismus? (Daniel Göcht, Club Dialektik e.V. Köln)
• „Proletarier*innen aller Länder, vereinigt Euch!“ Marx, die Arbeiterbewegung und die Gewerkschaften (Witich Rossmann, DGB Köln)
• Feministische Kritik und Erweiterungen marxscher Theorie (Muriel Gonzalez, Ruhr-Universität Bochum)
• Marx und die 1848er Revolution in Köln (Fritz Bilz, Historiker, Köln und Christoph Jünke, Historiker und Publizist, Bochum)

16:00h Kaffeepause

16:30h „…ist die Presse frei, die sich zum Gewerbe herabwürdigt?“
Können (und wollen) JournalistInnen die Welt verändern?
Die Rolle von Journalistinnen 1848 und heute
Podiumsdiskussion mit
• Daniela Dahn, Autorin und Journalistin, Berlin
• Bettina Gaus, Journalistin, Berlin
• Walter van Rossum, Journalist und Medienkritiker
• Frank Überall, Journalist und Bundesvorsitzender des Deutschen Journalistenverbands (DJV)
• Moderation: Ulrike Baureithel (Freitag)

18:30 Pause

19:30 „Commonismus oder Kommunismus – Sozialismus von der Wissenschaft zur Utopie? “
Welchen Wert haben Realutopien, modellhafte Veränderungen der Lebensweise wie damals in frühsozialistischen Utopien und heute in der Share-Economy, jenseits von Warenwirtschaft und Tauschverhältnissen? Die große Revolution sah Marx sicher eher noch als wir heute auf der Tagesordnung, also erstmal die kleinen Modelle und/oder Inseln pflegen? Andererseits – auf welche Eigentumsformen wollen wir eigentlich hinaus? Staatseigentum hat sich ja mal nicht so bewährt… Haben wir noch eine Utopie, ein Bild von der Gesellschaft, wie wir sie anstreben? Teilnehmen werden:
• Raul Zelik, Autor und Sozialwissenschaftler, Berlin
• Michael Heinrich, Sozialwissenschaftler und Autor einer Marx-Biografie, Berlin
• Friederike Habermann, Volkswirtin und Historikerin,
• Jan Dieren, stv. Bundesvorsitzender der JungsozialistInnen
• Moderation: Sabine Nuss, Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Sonntag, 15. April 2018, 12 Uhr
Historische Stadtführung mit Ina Hoerner: “ Mathilde F. Anneke und Karl Marx 1848/49 in Köln“
Start am Breslauer Platz (Brunnen), 10 €, ca. zwei Stunden

• Das aktuelle Programm findet sich unter www.nrw.rosalux.de; vgl. auch www.marx200.org.

Sa. 14.04.2018 | ab 14:00h
AZ GEBURTSTAG

Ort: Autonomes Zentrum Köln, Luxemburger Str. 93, KölnSeit bereits 8 Jahren besteht das Autonome Zentrum Köln als ein Freiraum für Kultur, Kunst, Sport, linke Politik, Austausch und vieles mehr. Dies soll am 14.04. mit einem Tag der offenen Tür und einer großen Geburtstagsparty gefeiert werden. Fühlt euch herzlichst eingeladen und kommt vorbei, um mal in alle Angebote und Strukturen reinzuschnuppern oder um einfach einen entspannten Tag in einzigartiger Umgebung zu verbringen.Denn unter Umständen wird dies der letzte Geburtstag sein, den das AZ an diesem Standort feiert. Die Pläne der Stadt Köln sehen unverändert vor, das Gebäude Ende 2018 abzureißenund durch Rollrasen zu ersetzen. Alternative Standorte stehen bisher nicht zur Verfügung. Ein Abriss würde bedeuten, dass all die Projekte, Veranstaltungen, Initiativen und Hilfeleistungen kaum mehr realisierbar wären – Lassen wir es nicht dazu kommen!

Ein sozialer Raum wie das AZ, der sich in allen Strukturen selbstverwaltet, emanzipatorisch, hierarchiefrei und ohne kommerzielle Profitorientierung organisiert, ist für den Stadtraum Köln von hoher Bedeutung. Hier haben Menschen die Gelegenheit, die Utopie einer freieren und gleichberechtigteren Gesellschaft im Kleinen aufzubauen und zu (er)leben.

Wir lassen uns diesen Raum nicht nehmen!
Für ein AZ in Köln!
Für noch 1000 weitere Geburtstage!
Wir bleiben!

Programm und Infos:
az-koeln.org

 

 

So. 15.04.2018 | 11:00h
Dieser Schmerz betrifft uns alle!
Völkermorde erinnern – Kriege verhindern

Ort:  Film­fo­rum im Mu­se­um Lud­wig, Bis­chofs­garten­s­traße 1, 50667 Köln

–––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Matinee mit
➢ Israel Kaunatjike (Nachfahre der OvaHerero aus Berlin)
➢ Dogan Akhanli (Schriftsteller aus Köln)
➢ Peter Finkelgruen (Schriftsteller aus Köln)
➢ Nizaqete Bislimi (Rechtsanwältin aus Essen und Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V.)
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––Deutschland steht an einer Scheidelinie. Alte und neue Nationalisten setzen alles daran, staatskritische und antirassistische Überzeugungen zu diskreditieren. Sie wollen die „völkische“ Nation und den autoritären Staat und für beides wollen sie Gefolgschaft.Genau aus diesem Grunde verlangen sie so hasserfüllt das Ende einer Erinnerungskultur, die sich in den letzten Jahrzehnten in vielen Ländern Europas entwickelt hat. Denn sie wissen: wer die historische Erinnerung an staatliche Gewaltverbrechen und an die genozidalen Folgen von Rassismus und Nationalismus lebendighält, bleibt wach für gegenwärtiges Unrecht und empathisch mit den Opfern.

Wir wollen diese staatskritische Erinnerungskultur verteidigen und vertiefen, wir wollen uns der Gewaltverbrechen in unserer Geschichte bewusst bleiben. Dazu gehören der Genozid des deutschen Kaiserreiches unter Wilhelm II. an OvaHerero und Nama im heutigen Namibia und die Beteiligung am Genozid an den Armeniern im osmanischen Reich. Dazu gehören die Shoah (die Ermordung der europäischen Juden) und der Genozid an den Roma und Sinti im Nationalsozialismus.

Die Kölner Initiative „Völkermord erinnern“ möchte mit dieser Matinee einen Beitrag in der aktuellen Auseinandersetzung um die Erinnerungskultur leisten. Deshalb sprechen wir vom Wert und von der Unverzichtbarkeit der Erinnerung und benennen diejenigen, die das kritische Erinnern zu behindern versuchen.

Wir zeigen *Filmausschnitte *von „Aghet“ (Eric Friedler), „Skulls of my people“ (Vincent Moloi) und „A people uncounted“ (Aaron Yeger) und hören *Redebeiträge *für das Erinnern und gegen das Verschweigen von Israel Kaunatjike (Namibia-Aktivist, zum Völkermord an OvaHerero und Nama), Dogan Akhanli (Schriftsteller, zum Völkermord an denArmeniern), Peter Finkelgruen (Schrifsteller, zur Shoah) und Nizaqete Bislimi (Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V., zum Genozid an den Roma und Sinti).

Infos:
https://www.facebook.com/events/174637506663235/

 

Di. 17.04.2018  | 18:00h
1968 – Eine Bewegung und ihre Folgen

Ort: FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstr. 29-33, 50667 KölnDie Studentenproteste von 1968 liegen mittlerweile 50 Jahre zurück. Die damalige „wilde“ Generation ist im Rentenalter angekommen. Was bleibt? Rückblicke fallen sehr unterschiedlich aus. Für die einen stehen die „68er“ für Befreiung, gesellschaftlichen Aufbruch und eine umfassende, alle Lebensbereiche erfassende Demokratisierung. Andere verbinden damit RAF-Terror, Geburtenrückgang und Werteverlust. Unbestritten bleibt, dass diese (Umbruch-)Zeit bedeutend war. Wir diskutieren, wofür das Synonym „1968“ steht. Wie stark und welcher Art war der Einfluss auf Gesellschaft, Politik und Staat? Und vor allem: Was können wir heute aus dieser Zeit lernen? Mit dabei sind Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Bundesministerin der Justiz a.D., die Fotografin Ruth Westerwelle und der Sozialphilosoph und Autor Prof. Dr. Oskar Negt.
Es kooperieren die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro NRW und die VHS Köln.

 

Do. 19.04.2018  | 19:00h
GLOBAL POSITIONING SYSTEM NOT WORKING

Ort: Academyspace, Herwarthstraße 3, 50672 KölnAusstellungseröffnung
Mit SHAHIDUL ALAM, AGHA SHAHID ALI, AHMAD GHOSSEIN, RAFAEL LOZANO-HEMMER, RAJKAMAL KAHLON, ‘TRIBUNAL NSU-KOMPLEX AUFLÖSEN’, ULF AMINDE / MAHNMAL KEUPSTRAßEDas Global Positioning System, besser bekannt unter dem Kürzel GPS, wurde einst vom US-Verteidigungsministerium entwickelt, ist aber längst zum festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Unsere Positionen im Raum sind dabei jedoch immer schon Wegmarken des Verschwindens: In Crossfire von SHAHIDUL ALAM etwa verwandeln sich belebte Straßen in Bangladesch in verlassene Friedhöfe – eine melancholische Stadtlandschaft, in der noch die Schritte des systematischen Polizeiterrors und die Morde der vergangenen Nacht nachhallen, deren Schauplätze der Fotokünstler und Menschenrechtsaktivist aufsucht und dokumentiert. Die Gesichter der ermordeten Menschen, erscheinen gleich darauf mithilfe von RAFAEL LOZANO-HEMMERs Gesichtserkennungskamera wieder, wenn sie unter den Betrachtern nach Doppelgängern vermisster Personen sucht.

Dabei ist das Verschwinden kein in sich abgeschlossener, einmaliger Akt. Weder Menschen noch Orte, weder Beweismittel noch ganze Kulturen verschwinden nur einmal und für immer. Stattdessen geschieht dies stückweise und auf Raten. Dem drohenden Verschwinden treten Versuche des Bewahrens entgegen, und dem Sog des Untergangs sind wiederkehrende Momente des Wieder-Auftauchens eingeschrieben, die einander verdoppeln, überlagern und ergänzen. Gesichter und Gesichtszüge verfolgen uns auch in RAJKAMAL KAHLONs afghanischer Männerporträts, die im Rahmen eines kolonial-anthropologischen Projekts aufgenommen wurden und die durch gefundene Wärmebildaufnahmen des von Amerika geführten Bombenangriffs auf Afghanistan im Jahr 2002 überlagert werden.

Die Worte des im Exil lebenden kaschmirischen Dichters AGHA SHAHID ALI klingen in der einsamen Stimme von Maream Hmadeh wieder, der Mutter des Künstlers AHMAD GHOSSEIN, die während des zehnjährigen Bürgerkriegs im Libanon von ihrem Mann getrennt war und ihm Briefe in Form von besprochenen Tonkassetten schickte. Die Liebesgeschichten von Agha Shahid Ali und Maream Hmadeh verkörpern zugleich die politischen Geschichten ihrer Länder, kondensiert zu persönlichen Erzählungen von Verlust und geisterhafter Liebe, von Sehnsucht und womöglich tragischer Erinnerung.

In Köln sind die Narben des Bombenanschlags durch den NSU vom 9. Juni 2004 in der Keupstraße längst nicht verheilt: Das Mahnmal, das der Künstler ULF AMINDE an der Ecke Keupstraße/Schanzenstraße plant, soll nicht nur an den Anschlag, sondern auch an die Jahre der Verleumdung erinnern, die Opfer zu Tätern machten.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
20​.04​ – 08​.07​.2018
DO / FR: 15:00 – 19:00
SA / SO: 14:00 – 18:00

Infos:
https://www.academycologne.org

 

Do. 19.04.2018  | 19:00h
Kölner Täter bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstands 1944

Ort: EL-DE Haus / NS-Dok, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln.Vortrag mit Tobias MetznerHans Antweiler, geboren 1919 in Köln, wurde am 8. Juli 1946 durch das Sonderstrafgericht Warschau mit Sitz in Łódź wegen der Beteiligung an Erschießungen von Zivilisten während des Warschauer Aufstands zum Tode verurteilt und am 5. August 1946 in Warschau öffentlich erhängt. Die Geschichte dieses Täters ist ebenso wenig bekannt wie das Wirken anderer Kölner, die in SS- oder Wehrmachtuniform an den gegen die polnische Bevölkerung begangen Kriegsverbrechen in Warschau im Jahr 1944 beteiligt waren. Am Beispiel verschiedener Kölner Soldaten beleuchtet der Vortrag die Lebenswege dieser Täter.

Tobias Metzner, M.A. ist Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg; Promotion über „Kriegs- und Zivilgefangenenlagern in Polen zwischen 1944 und 1950“ an der Universität Köln.

 

Ab 20.04.2018
Marina Abramović. The Cleaner

Ort: Bundeskunsthalle, BonnRadikal, umstritten und bewundert zugleich: Marina Abramovic ist eine der meistdiskutierten internationalen Künstlerinnen – vor allem im Bereich ihrer bahnbrechenden Performances, mit denen sie immer wieder die eigenen physischen und psychischen Grenzen auslotet. Die große europäische Retrospektive ist exklusiv in Deutschland ab dem 20 April in Bonn zu sehen und spiegelt umfänglich die Facetten ihres Werks. Dabei sind persönliche Erfahrung und auch Verantwortung ein zentraler Punkt ihrer Arbeit.«A powerful performance will transform everyone in the room.»Marina Abramović

Sie setzt sich auseinander mit Erinnerung, Schmerz, Verlust, Ausdauer und Vertrauen. Die Ebene der Zeit(-erfahrung) und der Umgang mit dem eigenen Körper sind weitere Faktoren, die ihr Werk so eindrücklich werden lassen. Ihre Abramović Method der Konzentration und Mobilisierung der eigenen Kräfte, um eine größtmögliche Toleranz und Offenheit im Dialog zu erreichen, wird in Workshops weltweit praktiziert. Marina Abramović spricht grundlegende Existenzfragen an, provoziert und berührt somit in direkter Weise den Betrachter.

Die Ausstellung läuft bis zum 12. August 2018

 

So. 22.04.2018  | 11:00h
Film: »Die Endlösung der Judenfrage«. Der Eichmann-Prozess in Jerusalem (1961)
Ort: Filmforum NRW im Museum Ludwig, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
Mit einem Vortrag mit Hannes Heer und Filmausschnitten aus »Der Spezialist« von Eyal Sivan, D 1999
Im Mai 1960 wurde der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann in Buenos Aires vom israelischen Geheimdienst gekidnappt. Der Hinweis auf den Aufenthaltsort und den neuen Namen des »Managers der Endlösung« stammte vom Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Der Prozess, der im April 1961 begann und mit dem Todesurteil Ende 1961 endete, stand im Zentrum der Weltöffentlichkeit. Die Aussagen der überwiegend jüdischen Zeugen machten erstmals die Mechanismen des Völkermordes sichtbar. Die deutschen Medien präsentierten zwei Modelle im Umgang mit der NS-Zeit – die Warnung vor dem Schaden durch die »wieder hochgespülten« negativen Bilder im Ausland oder die Forderung, sich »der kollektiven Verantwortung« für die Verbrechen des »Dritten Reiches« doch endlich zu stellen. Die Bundesregierung, der Eichmanns Adresse schon lange bekannt war, weigerte sich, dessen Überstellung an ein deutsches Gericht zu beantragen – ganz so, als ob sie für den Fall nicht zuständig wäre.Eine Veranstaltungsreihe des NS-DOK in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH e.V.

 

24. – 29.04.2018
Internationales Frauenfilmfestival 2018
Ort: Verschiedene Orte
Frauen haben sich in allen Bereichen der Filmproduktion zunehmend durchgesetzt und kreative und verantwortliche Positionen besetzt. Gleichzeitig gilt noch immer die Regel: Je höher das Budget und je höher das finanzielle Risiko, das mit einer Filmproduktion verbunden ist, desto seltener findet man eine Frau in den entscheidenden Funktionen.Aus diesen Gründen widmet das IFFF Dortmund | Köln mit verschiedenen Wettbewerben den Arbeiten von Frauen seine besondere Aufmerksamkeit.

Programm:
https://www.frauenfilmfestival.eu/index.php?id=3293

 

Do. 26.04.2018 | 19:00h
Podiumsdiskussion: Der Warschauer Aufstand im Kontext des Zweiten Weltkriegs
Ort: EL-DE Haus / NS-Dok, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln.

Der Warschauer Aufstand von 1944 ist nicht nur ein zentrales und bis heute in Deutschland viel zu wenig bekanntes Ereignis des Zweiten Weltkrieges. Die politischen und militärstrategischen Entscheidungen der Alliierten im Zusammenhang mit dem Aufstand offenbarten die unterschiedlichen Interessenlagen und legten damit auch einen der Grundsteine für den „Kalten Krieg“, der die Welt für vier Jahrzehnte in „Ost“ und „West“ aufteilte. In der Diskussion werden die verschiedenen Dimensionen des historischen Ereignisses für die polnische, europäische und internationale Geschichte des 20. Jahrhunderts thematisiert. Auch werden die sich wandelnden geschichtspolitischen Narrative vor dem Hintergrund des historischen Wandels seit 1989 analysiert.Teilnehmer der Podiumsdiskussion
Dr. Paweł Kowal – Historiker und Politikwissenschaftler, Mitverfasser des Konzepts des Museums des Warschauer Aufstands
Prof. Dr. Christoph Klessmann – Historiker, mit dem Schwerpunkt Deutsch-Polnische Geschichte des 20. Jahrhunderts.Moderator
Dr. Marek Lasota – Historiker, Direktor des Heimatarmee Museums in Krakau

 

Do. 26.04.2018 | 19:00h
Podiumsdiskussion: ARTISTS AS HISTORIANS

Ort: Academyspace, Herwarthstraße 3, 50672 KölnMit SHAHIDUL ALAM, MADHUSREE DUTTA, AHMAD GHOSSEIN, RAJKAMAL KAHLONIndem die zeitgenössische Kunst die Überreste der Vergangenheit neu arrangiert, ermöglicht sie auch ein neues Verständnis unserer eigenen Geschichte: Künstler werden zu Historikern, die dem Verschwinden von Objekten oder auch ganzen Kulturen ihre schöpferische Arbeit entgegensetzen. Mit einem Gefühl zunehmender Dringlichkeit wenden sich Künstler*innen solchen Überbleibseln vergangener Tage zu: Fotografien, Ton- und Filmaufnahmen evozieren vergessene Orte, verschollene Dinge oder scheinbar nutzlose Dokumente, die dadurch mit der Gegenwart in Verbindung treten und diese – ebenso wie das historische Material selbst – in neuem Licht erscheinen lassen.
Obwohl die Arbeiten der unterschiedlichen Künstler*innen der Ausstellung jeweils eigenständige Werke darstellen, kommunizieren sie miteinander. Sie verweisen auf die Geschichtsschreibung als unabgeschlossene, offene Erzählung, die niemals vollendet sein kann und damit ebenso auf eine vielgestaltige, von zahllosen Kräften mitzugestaltende Zukunft hindeutet.
Was aber ermöglicht eine solch detaillierte, facettenreiche, womöglich ganz neue Interpretation der „Dinge“? Ist es der besondere, tastende Zugriff des Künstlers, oder geht es um eine subversive Absicht, die gegen die Ordnung des Wissens antritt, wie sie Institutionen nationaler, kolonialer oder hegemonialer Ausrichtung behaupten?

Solche Fragen diskutieren drei Künstler*innen der Ausstellung Global Positioning System Not Working und präsentieren dabei zugleich sich und ihre Arbeit dem Kölner Publikum. Den Abend moderiert MADHUSREE DUTTA.

 

Do. 26.04.2018 | 21:00h
JOSEFINE RIEKS: SERVERLAND

Ort: King Georg, Sudermannstrasse 2, 50670 KölnEin Zukunftsroman über die Gegenwart: »Aufregend abgründig: Digitale Deppen. Kaputte Freaks. Typen, die von nichts eine Ahnung haben.« Jan BrandtDas Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher sind nur noch Elektroschrott. Reiner, Mitte zwanzig, sammelt Laptops aus dieser lange vergangenen Zeit und wird zum Begründer einer Jugendbewegung, die verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet. Mit einem sezierenden Blick auf unsere Gegenwart hat Josefine Rieks einen rasanten wie klugen Roman geschrieben. Ein Debüt, das man mit weit aufgerissenen Augen liest.

Josefine Rieks wurde 1988 in Höxter geboren, studierte Philosophie und lebt in Berlin. Sie schrieb das Drehbuch zum No-Budget-Film U3000 – Tod einer Indieband. 2017 erhielt sie das Alfred-Döblin-Stipendium.

 

Fr. 27.04.2018 | 13:00h
Kolloquium: Helferinnen, Verfolgte, Akteurinnen. Frauen im NS-Staat

Ort: EL-DE Haus / NS-Dok, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln.Das Kolloquium behandelt die Rollen von Frauen in der nationalsozialistischen Gesellschaft. Zunächst geht es um die Biografien, Beweggründe und Tätigkeitsfelder weiblicher Angestellter von Gestapo und SS. Sodann wird die Verfolgung und Ausgrenzung von Frauen mit Blick auf den Strafvollzug sowie die NS-Bevölkerungspolitik thematisiert. Anschließend soll diskutiert werden, welche Möglichkeiten es zur weiteren regionalen Erforschung „weiblichen“ Widerstands gibt. Zum Schluss der Veranstaltung werden am Beispiel Kölns frauengeschichtliche Initiativen zur Aufarbeitung der NS-Herrschaft vorgestellt.Mit Beiträgen von Irene Franken, Lena Haase, Matthias Klein, Anne Ley-Schalles, Thomas Roth, Susanne Schink und Yvonne Schäfers.

Eine schriftliche Anmeldung unter Angabe des Forschungsinteresses wird erbeten (nsdok@stadt-koeln.de).

 

Sa. 29.04.2018 | 18:30h
Stefanie Sargnagel: Statusmeldungen

Ort: Club Bahnhof Ehrenfeld,  Bartholomäus-Schink-Straße 67, 50825 KölnStefanie Sargnagel kommt aus dem Internet und ist, mit Ausnahme von Rainald Goetz und seinem Online-Tagebuch „Abfall für alle“, die erste deutschsprachige Autorin, die im Netz eine Form für sich gefunden hat, die passt, als Literatur funktioniert und über die bisherigen Kanäle ein großes Publikum erreicht. Stefanie Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und Depression. Sie gibt sich wortkarg, gerät aber doch immer wieder ins Erzählen, zeichnet zwischendurch auch mal was, sprengt alle Genregrenzen und erreicht auf nie betretenen Pfaden etwas, das man nicht Roman nennen muss, um davon gefesselt zu sein. Das ist oft zum Brüllen komisch und manchmal tragisch. Ihre Texte sind wie ein Gipfeltreffen zwischen Christine Nestlinge und Heinz Strunk, aus denen beide mit einem Mordskater hervorgehen.Puneh Ansari ist die Texterin der Zivilisationsmüdigkeit. Sie dreht in ihren poetischen Kurzessays, die zuerst als Posts auf Facebook erschienen sind, apokalyptische Pirouetten. Alltägliche Beobachtungen kippen ins Existenzielle, Melancholie trifft auf komische Sprachspiele. Da ist die Wut über den Konsumkapitalismus, da ist die Depression über das not so very enhanced, unfertige Ich, die Enttäuschung über den leergefegten Jobmarkt mit „Berufen“, der Computer ist heißgelaufen. … Ansari schreibt mit einer jugendlichen Anti-Haltung und einem Rest an Sehnsucht nach einer reparierten, heilen Welt. Oder ist die Natur nur noch ein absurdes Gegenüber?

 

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