Di., 24.05.2022 – 18 Uhr

KINO „LIZA RUFT“

Film und Gespräch mit dem Regisseur Christian Carlsen
Lichtspiele Kalk
(Kalk-Mülheimer-Straße 130 – 132; 51103 Köln)

Eintritt frei / Spende erwünscht |

150731_ChristianCarlsen_Lizaruft_postcards_148x210 - DE - wirmachendruck-1_Seite_1„Liza ruft!“ ist ein bewegender und politischer Dokumentarfilm über den Holocaust, den jüdischen Widerstand und die Erinnerungspolitik in Litauen und das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt. Im Gespräch mit Fania Brantsovskaya, ihren Angehörigen und Weggefährt_innen schafft „Liza ruft!“ das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau, die beides ist: ein Opfer von fortwährender Verfolgung ebenso wie eine unermüdliche und streitbare Akteurin im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit.

mehr Infos: https://www.lizaruft.com/

 

 


Fr., 10.06.2022 – 19 Uhr

DRAGOSLAVA BARZUT:
DIE NÄHE VERLIEREN

Lesung
[ku:] Raum für queerfeministische Dominanz
(Bayenstr. 11, 50678 Köln)

Eintritt frei / Spende erwünscht |

Eine Kindheit und Jugend in den 70er und 80er Jahren im ehemaligen Jugoslawien.
 Ein produktseite_Die_Nähe_verlieren_541x800-1Coming-Out. Fußball als Obsession, Flucht, die Abwesenheit der Eltern, das eigene und das fremde Leben. Das Ausbleiben von Erzählungen und Erinnerungen. Gewalt gegen Lesben. Dragoslava Barzut verwebt in ihrem preisgekrönten Roman mit einer poetischen und höchst eigenwilligen Sprache Erinnerungen und Fragmente eines Aufwachsens vor und in einem unverständlichen Krieg, ein Sein in patriarchaler Gesellschaft, in der das Leben, die Identität und die Erinnerung gewaltvoll gebrochen und zersplittert ist.

„Elodi ist erschöpft vom Patriarchat bei Dolores, bei sich selbst, bei anderen. Erschöpft von heteronormativen Beziehungen, von irgendwelchen vorgezeichneten Normen und Formen. Von Ausreden, von Zwängen. Es sind die Flure, Fahrstühle, WC-Kabinen und Öffentlichen. Sie ist müde vom Unverständnis, das groß und kompliziert ist, unverständlich wie Bosnien.“

In schnell wechselnden inneren Monologen von Elodi, Dolores und weiteren Personen findet eine Suche statt – Elodi sucht nach Dolores, sucht nach einer Erinnerung an Gewalt, nach einem sich nicht Verlieren in den Anforderungen des Außen: Wohnungssuche, Polizeiverhör, Fußballspielen, Texte schreiben.

„Wir tauchen in den Schrank voller fremder Wäsche ein,
 um vielleicht ein Wort zu finden: was wir sind.“

Ein großer queerer Roman


 

Mi., 15.06.2022 – 19 Uhr

BETTINA WILPERT:
HERUMTREIBERINNEN

Lesung
Kulturfabrik Kalk / W12
(Wippermannstraße 12 – 51103 Köln)

Eintritt frei / Spende erwünscht |

HerumtreiberinnenManja ist 17 Jahre alt und lebt im Leipzig der 1980er Jahre. Ihre beste Freundin Maxie und sie schwänzen die Schule, brechen in Schrebergärten ein und treffen sich im Freibad oder auf dem Rummel mit Jungs, bis Manja im Zimmer des Vertragsarbeiters Manuel von der Volkspolizei erwischt wird und auf die Venerologische Station für Frauen mit Geschlechtskrankheiten kommt.
Eingewoben in den Roman sind auch Erlebnisse von Lilo, die in den 1940er Jahren an diesem Ort festgehalten wurde, da sie mit ihrem Vater für den kommunistischen Widerstand gearbeitet hat, und der Sozialarbeiterin Robin, die in den 2010er Jahren in diesem Haus – nun eine Unterkunft für Geflüchtete – tätig ist.

Der Roman »Herumtreiberinnen« erzählt die Geschichten von drei jungen Frauen aus verschiedenen Zeiten und stellt die Frage, welchen Einfluss diese Zeit und die jeweilige Staatsform auf ihre Leben hatten. Ein Haus in der Leipziger Lerchenstraße ist das verbindende Element der drei Erzählstränge.

Bettina Wilpert, geboren 1989 und aufgewachsen bei Altötting, studierte Kulturwissenschaft, Anglistik und Literarisches Schreiben in Potsdam, Berlin und Leipzig. 2018 erschien ihr Debütroman »nichts, was uns passiert« im Verbrecher Verlag, für den sie u. a. mit dem ZDF- »aspekte«-Literaturpreis für das beste literarische Debüt des Jahres, dem Förderpreis zum Lessing- Preis des Freistaates Sachsen und dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium ausgezeichnet wurde. Das Buch wurde u. a. vom Stadttheater Gießen und dem Thalia Theater Hamburg für die Bühne adaptiert und in drei Sprachen (Niederländisch, Griechisch und Slowenisch) übersetzt. Zuletzt wurde Bettina Wilpert ein Stipendium der Villa Aurora Los Angeles zugesprochen. Sie lebt als freie Schriftstellerin und Mutter in Leipzig.

 

 

 

 

 

 

 

 

28.10 – 31.10.2021 | Gedenkstättenfahrt nach Thüringen

Eine für das letzte Oktoberwochenende geplante Gedenkstättenfahrt soll uns zu drei Orten in Thüringen führen, die geographisch relativ nah beieinander liegen, aber auch im Zusammenhang mit den nationalsozialistischen Verbrechen eng miteinander verbunden sind. Besuchen wollen wir die in Nordhausen/Harz gelegene KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora, die Gedenkstätte Buchenwald in Weimar sowie den Erinnerungsort „Topf & Söhne“ in Erfurt. Jedem dieser Orte möchten wir einen separaten Programmtag widmen.

mehr Infos: https://bit.ly/2ZiM89K


 

in eigener Sache: kleine(r) Spenden(aufruf), so ganz unauffällig über’s Jahr …
Uns helfen auch kleine Beträge um die laufenden Kosten zu decken und mehr Veranstaltungen anbieten zu können: 2 – 10€/ Monat – vielleicht direkt vom WG-Konto? -> zur Kontoverbindung

antirassistische und interkulturelle Bildung

Materialien – Veranstaltungen – Kontakte

Der Jugendclub Courage ist ein gemeinnütziger Verein und als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Wir arbeiten mit anderen Initiativen und Jugendverbänden zusammen, so zum Beispiel im Kölner Jugendring.

Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Jugendclub Courage ist die Beschäftigung mit den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Nationalsozialismus.
Hierzu bieten wir unterschiedliche Materialien an – Broschüren, Bücher, eine Ausstellung & Filme – und führen Abendveranstaltungen und Gedenkstättenfahrten durch.

Seit 2011 organisieren wir ein deutsch-griechisches Austauschprogramm mit der Kölner Partnerstadt Thessaloniki, das sich mit den Themen Zweiter Weltkrieg, der extremen Rechten und Rassismus sowie der Finanzkrise und ihrer Folgen beschäftigt.
Darüber hinaus ist der Jugendclub seit dem Jahr 2002 Teil eines deutsch-israelischen Austauschprojektes in Zusammenarbeit mit der israelischen Gedenk- und Bildungsstätte „Lohame Hagetaot“ (Kibbutz der Ghettokämpfer.)

Die Themen Globalisierung/Finanzkrise, Internationalismus und Geschlechterverhältnisse werden ebenfalls immer wieder in Veranstaltungen bearbeitet.

Außerdem beraten und unterstützen wir Jugendliche, Pädagog_innen, Lehrer_innen und andere Interessierte bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen zu diesen Themenbereichen, etwa durch die Vermittlung von Referent_innen oder unseren eigenen Materialien.

Alles weitere und detailliertere Informationen findet ihr auf den folgenden Seiten
– viel Spaß beim stöbern!

euer Jugendclub Courage

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