Projekte

 

„Bodendenkmal 506 – die vergessenen NS-Verbrechen im Gremberger Wäldchen“

Das Projekt widmet sich der weitgehend unbekannten Geschichte des einzigen Krankenlagers für Zwangsarbeiter:innen im Rheinland und dem letzten großen NS-Verbrechen auf Kölner Stadtgebiet. Am 8. April 1945 – wenige Tage vor Kriegsende – vollzogen Volkssturmmänner aus Deutz und Poll mit äußerster Brutalität den Befehl das Lager aufzulösen. Dabei schossen sie durch die Fenster der Baracken und trieben die Menschen vor das Lagertor. In den Baracken der bettlägerigen Menschen wurde Stroh und Benzin verteilt; die Menschen lebendig verbrannt. Obwohl die Täter bekannt waren, wurde das Verbrechen nie wirklich juristisch verfolgt. Bis heute ist der Ort und dessen Geschichte kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert. Erst 2024 wurde das Lager offiziell als Bodendenkmal anerkannt.

Der Jugendclub Courage Köln e. V. blättert in sechs Kapiteln die Geschichte des Lagers und des mühsamen Kampfes gegen das Vergessen auf. Im Zentrum stehen dabei die Perspektiven der Opfer und Überlebenden, die zum ersten Mal für eine breite Öffentlichkeit hörbar sind.

Website: https://lager-gremberg.de/

Das Projekt wurde von der Stiftung EVZ und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms JUGEND erinnert vor Ort & engagiert gefördert.

 

Rechercheprojekt von Leon Follert: „Täter:innen der Kommunalpolitik im Rahmen nationalsozialistischer Verfolgung und Vertreibung in Staudernheim in den Jahren 1933 bis 1945“

Bild: ehemalige Synagoge Staudernheim

Das Rechercheprojekt beleuchtet die wenig bekannte Geschichte des rheinland-pfälzischen Dorfes Staudernheim während des Nationalsozialismus (1933-1945). Der Ort ist der Geburtsort des NSDAP-Funktionärs Friedrich Ernst Schmitt, der unter anderem die Novemberpogrome 1938 im Kreis Bad Kreuznach verantwortete. Die Staudernheimer Synagoge wurde dabei zerstört und später als Wehrmachtskasino und Heim der Hitlerjugend genutzt, während die jüdische Bevölkerung vertrieben, deportiert und ermordet wurde.

Im Fokus der Untersuchung steht die Rolle von Täter:innen aus der Kommunalpolitik: In welcher Verbindung stand der Bürgermeister Adolf Schmidt mit Gauinspekteur Ernst Schmitt? Welche Beteiligung hatte die Kommunalpolitik an der Verfolgung verschiedener Bevölkerungsgruppen? Welche konkreten Maßnahmen der Ausgrenzung und Verfolgung wurden von der Kommunalpolitik initiiert und vorangetrieben? Welche weiteren Gruppen in Staudernheim waren von nationalsozialistischer Verfolgung betroffen?

Die Ergebnisse der Recherche werden in einer Broschüre zusammengefasst und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das Projekt wird ermöglicht durch eine Förderung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

 

 

Anbei geben wir Einblick in vergangene Projekte.

Comments are closed.

Inhaltliche Verantwortung: Jugendclub Courage Köln e.V. // Sechzigstr. 73 // 50733 Köln // tel: 0221. 52 09 36 // jc-courage@t-online.de
Unsere Bürozeiten: Montags bis Donnerstags von 11 - 15 Uhr
Bankverbindung: Jugendclub Courage Köln e.V. // Postbank Köln // IBAN: DE09 3701 0050 0295 4475 04 // BIC: PBNKDEFF //