Projekte

„Bodendenkmal 506 – die vergessenen NS-Verbrechen im Gremberger Wäldchen“

Das Projekt widmet sich der weitgehend unbekannten Geschichte des einzigen Krankenlagers für Zwangsarbeiter:innen im Rheinland und dem letzten großen NS-Verbrechen auf Kölner Stadtgebiet. Am 8. April 1945 – wenige Tage vor Kriegsende – vollzogen Volkssturmmänner aus Deutz und Poll mit äußerster Brutalität den Befehl das Lager aufzulösen. Dabei schossen sie durch die Fenster der Baracken und trieben die Menschen vor das Lagertor. In den Baracken der bettlägerigen Menschen wurde Stroh und Benzin verteilt; die Menschen lebendig verbrannt. Obwohl die Täter bekannt waren, wurde das Verbrechen nie wirklich juristisch verfolgt. Bis heute ist der Ort und dessen Geschichte kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert. Erst 2024 wurde das Lager offiziell als Bodendenkmal anerkannt.

Der Jugendclub Courage Köln e. V. blättert in sechs Kapiteln die Geschichte des Lagers und des mühsamen Kampfes gegen das Vergessen auf. Im Zentrum stehen dabei die Perspektiven der Opfer und Überlebenden, die zum ersten Mal für eine breite Öffentlichkeit hörbar sind.

Website: https://lager-gremberg.de/

Das Projekt wurde von der Stiftung EVZ und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms JUGEND erinnert vor Ort & engagiert gefördert.

Anbei geben wir Einblick in vergangene Projekte.

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