
Die nationalsozialistische Geschlechterordnung war zutiefst patriarchal und heteronormativ strukturiert. Männer galten als die Überlegenen, als Macher und Krieger, während Frauen mit dem Auftrag ins Heim verwiesen wurden, als „Quelle der Nation“ möglichst viele Kinder für die Volksgemeinschaft zu gebären. Und dennoch gab es Frauen, die aktive Nationalsozialistinnen waren und genau dadurch aus der Rolle fielen: Sekretärinnen, die Massenerschießungen von Juden und Jüdinnen im besetzten Osteuropa zur Unterhaltung besuchten; KZ-Aufseherinnen, die folterten; Krankenpflegerinnen, die ihren Patienten tödliche Injektionen setzten. Der Vortrag stellt exemplarisch verschiedene Fälle und Typen weiblicher Täterschaft vor, ordnet sie in Bezug auf NS und Gender ein und gibt damit einen Einblick in die Forschung zum Thema Täterschaft.
Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln und der LC36




